Reinigungsräucherungen

 

Was versteht man unter Reinigungsräucherungen? Wie stelle ich sie zusammen und wende diese an? Wie wirken diese?

Wieso kann das Verbrennen von Kräutern und Harzen reinigen?

 

In jedem Räucherstoff vom Kraut bis zum Harz sind mannigfaltige pflanzliche Wirkstoffe, wie z. B. die verschiedensten ätherischen Öle enthalten. Und wie aus vielen Überlieferungen bekannt ist, wirken diese Stoffe auf den unterschiedlichen Ebenen unseres Seins. Durch das Verbrennen entsteht ein alchemistischer Prozess, der das erdgebundene Kraut oder Harz in einen luftförmigen, ätherischen Rauch wandelt und der, je nach Grundstoff, die Umgebung beeinflusst. Je nach dem, welches Kraut oder Harz verwendet wird, wirkt der Rauch auf verschiedene Energieebenen ein. Die Wirkung ist wiederum davon abhängig, wie viel Energie  z. B. der Sonne, des Mondes, der Erde oder des reinen Lichts in der Pflanze oder dem Harz gespeichert sind. Daher sind auch die Energien der Orte, an denen die Pflanzen und Bäume wachsen entscheidend für die Qualität. Dieses Wissen hatten noch viele Menschen in den vergangenen Zeiten. Denn nicht nur in den Kirchen wurde und wird von jeher geräuchert, sondern auch unsere Druiden und Kräuterfrauen wussten schon vor sehr langer Zeit von der Wirkung des Rauches einzelner Harze und Kräuter. Und so wie es Überlieferungen zur Verwendung von Räucherkräutern und Harzen aus unserer Region gibt, existieren diese auch für so ziemlich jedes Volk.

Zur energetischen Betrachtung der Wirkungsweise sei noch erwähnt, dass jede Pflanze während ihrer Wachstumsphase die verschiedensten Energien speichert. Diese werden beim Räuchern freigesetzt und wirken ähnlich der physischen Bestandteile der Pflanzen auf ihre individuelle Art und Weise auf den verschiedensten Ebenen unseres Seins. So ist es spannend und macht viel Freude, sich intuitiv fühlend den Pflanzen zu nähern und zu erspüren, welche Pflanze in welchem Reifegrad für den jeweiligen Zweck gebraucht wird. Das selbst spielerisch zu erfahren und das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung aufzubauen ist unser Anliegen und ein spannender Schritt in unsere neue Zeit.

 

Eine Reinigungsräucherung durchführen:

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Räuchern mit Holzkohle finden Sie hier.

Verwenden Sie möglichst Räucherkohle, da auf dieser die Räucherstoffe vollständig durchgeglüht werden, was gerade bei Reinigungsräucherungen sehr wichtig ist.

 

Doch was versteht man unter einer Reinigungsräucherung?


Kräuter und Harze werden mit dem Zweck verglüht, die grundlegende Raumharmonie wieder herzustellen und störende Energien im Raum oder im eigenen Energiefeld zu transformieren oder aufzulösen. Das kann durch einen einzelnen Räucherstoff geschehen oder durch Räuchermischungen. Die Kunst dabei ist es, einzelne Stoffe so zu kombinieren, dass sie sich gegenseitig unterstützen, dadurch die Reinigung verstärken und auf Ebenen zur Entfaltung kommen, auf denen die Stoffe einzeln nicht oder nur kaum gewirkt hätten.

Faszinierend ist auch, dass sich die Wirkung einzelner Zutaten in Mischungen gänzlich verändern kann. So kann zum Beispiel eine Mischung die Herzenergie stärken, obwohl die einzelnen Bestandteile eher auf das Mentale gewirkt hätten.

Wir konnten bisher zwei grundlegende Entfaltungsweisen bei Räuchermischungen feststellen: So können sie zum einen vielschichtig wirken, d. h. jeder einzelne Räucherstoff bringt seinen Aspekt, wie z. B. beruhigend oder klärend, mit ein. Es wirken dann also alle auf ihre eigene Art und Weise einzeln. Gut zusammengestellt entfalten sich diese Mischungen allerdings wesentlich tiefgreifender, als einzeln verräuchert. Unsere Mischung „Sanfte Reinigung“ wirkt zum Beispiel auf diese Weise.

Die zweite Wirkungsweise ist das energetische Verbinden der einzelnen Räucherstoffe. Das bedeutet, dass die Räuchermischung als ein Räucherstoff wirkt und in diesem Fall entsteht eine völlig neue Energie und eine gänzlich andere Wirkung, als wenn die Bestandteile einzeln verräuchert würden. Unser „Herzbalsam Resina“ ist zum Beispiel eine solche Zusammenstellung, die in der Tat alchemistisches, transformierendes in sich trägt. Die große Kunst ist es nun, Räucherstoffe zu finden, die in ihrer Wirkung hilfreich und als I-Tüpfelchen mit ihrem Geruch auch angenehm sind.

Und ganz nebenbei bemerkt, macht das Ausprobieren auch eine Menge Spaß.

Eine kleine Auswahl guter Räucherstoffe finden Sie am Ende des Textes.

Wählen Sie aus, zünden Sie die Kohle an und dann die Räume mit viel Freude räuchern. Anschließendes gründliches Lüften nicht vergessen.

Oft reicht es aus, die Räume mit einem Stoff, z. B. einem guten Weihrauch oder einem einheimischen Kraut zu räuchern. Auch für Anfänger und besonders für energetisch hochsensible Menschen ist ein Einzelstoff günstig, um wahrzunehmen, wie Sie auf die Stoffe reagieren.

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Räume oder Sie selbst benötigen eine äußerst gründliche energetische Reinigung, empfiehlt es sich, in mehreren Stufen zu räuchern. Beginnen Sie zuerst zum Beispiel mit Weihrauch oder einem anderen kräftigen Harz, welches eine gute Grundatmosphäre und Grundklärung schafft. Jetzt gründlich lüften und anschließend können Sie mit einer bereits fertigen Reinigungsräucherung oder dem Kraut Ihres Herzens räuchern. Je nach Thema haben sich beispielsweise einheimischer Salbei, Beifuß, Eisenkraut, Heidekraut oder auch weißer Salbei als sehr hilfreich erwiesen.

Bei einer Reinigungsräucherung gehen Sie mit Ihrem Räuchergefäß durch den (geschlossenen) Raum und räuchern in kreisenden Bewegungen alle Wände entlang und verteilen den Rauch auch in die Ecken. Dunkle und verbrauchte Energien setzen sich gerne an den Wänden fest und sammeln sich besonders auch in den Ecken. Verlassen Sie dann das Zimmer, damit der Rauch noch einige Minuten wirken kann. Dann Fenster weit öffnen und gründlich lüften. Räuchern Sie jeden Raum einzeln. Manchmal brauchen die verschiedenen Räume verschiedene Stoffe. Fühlen Sie in sich hinein und folgen Sie einfach Ihrer Intuition.

Da wir in unserer schnelllebigen Zeit mit vielen Einflüssen und Energien in Kontakt kommen, empfiehlt es sich, regelmäßig zu räuchern, damit die gewünschte Klärung der Raumenergie und des Energiefeldes erreicht und immer wieder neu herbeigeführt werden kann.

Um Ihr eigenes Energiefeld zu räuchern, stellen Sie das Gefäß vor sich auf den Boden, so dass der Rauch relativ nah am Körper entlangziehen kann. Es ist auch mit einem guten Weihrauch durchaus angenehm, wenn dieser direkt an der Kleidung oder der Haut aufsteigt. Stellen Sie sich dazu einfach direkt in den aufsteigenden Rauch. Auf diese Weise räuchern Sie nicht nur Ihr Feld sondern parfümieren die Kleidung gleich mit, so wie es in anderen Ländern, wie z. B. dem Oman früher und auch zum Teil bis in die heutige Zeit mit Weihrauch getan wird. Dadurch haben Sie den ganzen Tag etwas von der Räucherung, die gleichzeitig wie ein Schutzmantel wirkt, egal wo Sie sind. Anfänger und Hochsensible sollten hier allerdings mit wenig Räucherstoff und mehr Abstand beginnen, um die eigene Verträglichkeit zu testen.

 

Anmerkungen:

Für eine Reinigungsräucherung ist die Verwendung eines Räucherstövchens eher ungeeignet, da in der Regel die Räucherstoffe nicht vollständig verglüht werden. Bei der Verwendung von Kräuterbündeln, die am Stück angezündet werden, ist es sehr empfehlenswert, einen Teller o. ä. darunter zu halten, da immer wieder glühende Pflanzenteile zu Boden fallen können. (Betrifft zum Beispiel die weißen Salbeibündel, welche auch ohne Räucherkohle angezündet und geräuchert werden können.)

 

Die Zusammenstellung der Räucherstoffe:

Neben der Verwendung von bereits fertigen Räuchermischungen, wie zum Beispiel die „Sanfte Reinigung“ können Sie sich auch individuell eine Mischung nach Bedarf zusammenstellen. Wie bereits erwähnt: eine klassische Variante ist zuerst Weihrauch, danach ein Kraut wie Beifuß oder Salbei. Sie können hier einfach Ihrer Intuition folgen und die Räucherstoffe auswählen. Probieren Sie auch einmal eine unterschiedliche Reihenfolge des Räucherwerks, denn die Wirkungsweise variiert zum Teil stark. Zum Beispiel wirkt Weihrauch und dann Kampfer anders als Kampfer und dann Weihrauch. Die Wirkstoffe sind zwar die gleichen, aber der jeweilige Ausgangsstoff geht mit den vorhandenen Umgebungsenergien anders in Resonanz. Beginnen Sie mit nur zwei Räucherstoffen, um die Wirkung auf sich selbst und den Raum zu erfühlen. Nehmen Sie die feinen Unterschiede erst einmal wahr, ergibt sich der Rest von selbst.

Um zum Beispiel Energien des hektischen Alltags zu beruhigen und zu reinigen, sind Räucherungen mit Weihrauch und dann Heidekraut, welches beruhigend wirkt, hilfreich. Hingegen wäre in diesem Fall die Verwendung von Wacholder zumeist ungünstig, da dieser das Element Feuer verstärkt und dadurch ein Beruhigen des eigenen Seins ungünstig beeinflusst werden kann.

Sind Sie hingegen niedergeschlagen und emotional belastet, kann die Verwendung von Wacholder sehr hilfreich sein. Auch Kampfer reinigt sehr gut emotionale Energien, während Wacholder neben seiner reinigenden Wirkung auch kräftigend ist.

Bei mentaler Überlastung und einem chaotischen Durcheinander hat sich Mastix als sehr hilfreich erwiesen.

Bei zu viel Fremdenergien oder viel eigener Energiearbeit ist Weihrauch immer ein gutes und kraftvolles Mittel zur Reinigung. Weihrauch wirkt bei der Reinigung mit seinen männlichen Energien kraftvoll klärend. Die verschiedenen Arten finden Sie in der Räucherstoff-Liste. Myrrhe reinigt sanfter mit weiblichen Energien und kann gut mit Weihrauch kombiniert werden. (Die Heiligen Drei Könige brachten zur Geburt des Christuskindes kostbare Geschenke: Gold, Myrrhe und Weihrauch...

Mit Gold können wir zwar nicht dienen, aber den Rest haben wir in sehr guter Qualität... )

 

 

Räucherstoff-Liste


Kräuter & Hölzer (kleine Auswahl):

Beifußblüten: tiefe Reinigungswirkung, sanfte und weiche Reinigung

einheimischer Salbei: reinigend, desinfizierend

Eisenkraut: altes Reinigungskraut, fördert Aufmerksamkeit und Klarheit

Eukalyptusblätter: minziger Duft, bringt Frische, hilft schwere Gefühle loszulassen

Heidekrautblüten (Erikablüten): beruhigende Wirkung, kühlt Feuer ab, klärt und beruhigt Mentales

Sandelholz: bringt das Feuer in uns in geordnete Bahnen, wirkt beruhigend und schützend,

Wacholderbeeren und Wachholderspitzen: altes traditionelles Reinigungskraut, löst dunkle Schwingungen auf

weißer Salbei: wirklich gutes Räucherkraut der nordamerikanischen Ureinwohner

Lavendelblüten:      harmonisierend, beruhigend, sanft reinigend, bringt feine Schwingungen in den Raum, intensiver und angenehmer Geruch

reiner Kampfer: befreiende, klärende Wirkung, starker Reiniger von emotionalen Energien (mit großer Sorgfalt verwenden; nur wenig für den Anfang und Augenkontakt vermeiden; nicht bei Einnahme von homöopathischen Mitteln geeignet)

 

 

 

Harze (kleine Auswahl):

 

Weihrauch

Eritrea: vielseitiger, starker atmosphärischer Reiniger, wirkt entspannend

Sudan: reinigend, beruhigend, erhaben und gut für Besinnung und Gebet

Jemen: entspannend und klärend, wirkt auf die Herzenergie und beruhigt mentale Energien

Jemen & Somalia: wie Jemen nur nicht ganz so starke Harznote

 

andere Harze:

Myrrhe: kräftige, weibliche Energien zur Reinigung

Bernstein: zum Verarbeiten und Integrieren "alter Themen", kräftiger, lang anhaltender Geruch

Elemi Manila: klärend, reinigend, energetisierend

Mastix: reinigende, ausgleichende Wirkung, klärt überbordende Mentalenergien, löst starke mentale Strukturen im Raum auf

 

Kombinationen zum Ausprobieren

Weihrauch passt zu fast allen Kräutern, z. B. Beifußblüten, Heidekraut, Lavendel

Weihrauch mit Myrrhe

weißer Salbei, dann Opoponax (Opoponax ist ein klassisches Harz der Schamanen, das erdig und warm wirkt)

reiner Kampfer, dann Weihrauch und Beifuß

reiner Kampfer, dann Wacholderbeeren oder -spitzen

Wacholderbeeren mit Opoponax

 

Literatur zum Thema:

Da es viele Bücher zum Thema Räuchern gibt, empfehlen wir, die Auswahl intuitiv vorzunehmen. Was für eine Person gut passt, passt für eine andere wiederum nicht. Insofern sollte man hier spielerisch intuitiv vorgehen und auch den Inhalt so betrachten.

Denn die Energien dieser neuen Zeit unterstützen die spielerische, intuitive Herangehensweise über das Herzzentrum und das eigene göttliche Kind.

 

Unser kleines Team

 

Gabriel

der Erzengel, der mit großem Herzen Neues verkündet; der immer wieder neue Wege aufzeigt und uns herzlich, spielerisch und kreativ führt.

 

Jewanda

der sich mit Hingabe der Reinheit der verwendeten Stoffe für unsere Holy Nature Linie widmet und mit Herz und Hand Mischungen selbst zusammenstellt und vollkommen Neues kreiert, wie z. B. den Herzbalsam Resina und dessen Experimentierfreude keine Grenzen kennt und der immer wieder gern alle Ihre Fragen beantwortet.

 

Elanda Simone

die seit dem Jahr 2000 als Heilerin für die göttlichen Kinder (in den Erwachsenen und den Kindern) in eigener Praxis ihrer Bestimmung folgt und die subtilen Feinheiten der Energieebenen genauso kennt wie die Wirkung der Räucherstoffe z. B. zur Reinigung und diese intuitiv und spielerisch einsetzt.

 

copyright: Elanda Simone, Jewanda, Verlag Gabriels Stunde 2016

Lizenz: für private Verwendung frei

Aktualisiert (Samstag, den 26. November 2016 um 20:44 Uhr)