Räuchern mit Räucherkohle

Verwendung:

Gut geeignet für eigentlich alle Arten des Räucherns. Sei es nun zur Reinigung, zum Schutz oder einfach zur Beduftung eines Raumes.

 

Die Materialien:

Zum Räuchern mit Räucherkohle benötigt man ein Stück Räucherkohle, ein passendes Gefäß und das gewünschte Räucherwerk. Zusätzlich ist die Verwendung einer Räucherzange und ggf. eines Räucherlöffels hilfreich.

Bei der Räucherkohle hat es sich bewährt, Schnellzünderkohletabletten zu verwenden, da diese leicht zu entzünden sind.

Zu den einzelnen Räuchergefäßen sei nur kurz erwähnt, dass die Verwendung unterschiedlicher Räuchergefäße eigentlich keinen Einfluss auf das Räuchern an sich hat. Hier sind eher praktische und optische Erwägungen entscheidend.

Netzgefäße:

Die Verwendung eines Netzgefäßes ist gut geeignet und sehr praktisch, wenn man viel räuchert, da die abgebrannte Kohle einfach in das Gefäß fallen kann. Da Netzgefäße während des Räucherns sehr heiß werden, empfiehlt sich die Verwendung eines Tabletts oder einer hitzebeständigen Unterlage. Dies erleichtert zugleich das Tragen des heißen Netzgefäßes.


Räucherschalen:

Es gibt viele unterschiedliche Räucherschalen. Hierbei ist eigentlich nur zu beachten, dass sie zumeist mit Sand verwendet werden. Zum einen dient der Räuchersand als Isolator gegen die starke Hitze der Räucherkohle und zum anderen sorgt er durch die höhere Position der Kohle für eine bessere Belüftung dieser, was gerade bei etwas tieferen Schalen sehr wichtig ist.

Hier sei noch kurz angemerkt: Die Verwendung einer schönen Keramikschale mit Sand ist für mich eine der schönsten und optisch ansprechendsten Form des Räucherns.


Räucherkohle:


Neben den Schnellzünderkohletabletten, welche zum leichteren Anzünden Hilfsstoffe enthalten, gibt es zum Beispiel auch japanische Kohletabletten, die gänzlich ohne Zusatzstoffe auskommen. Diese haben den Vorteil, dass beim Anzünden kein Sprühen auftritt, was es gerade für langsame und besonnene Räucherer angenehmer macht. Eine weitere Kohlenart sind die "Natur pur Räucherkohlen", welche, wenn sie denn einmal entzündet sind, schon von sich aus einen angenehmen Duft nach Kräutern entfalten.  Leider ist es etwas schwierig, Natur-Kohletabletten zu finden, die sich leicht entzünden lassen und auch durchglühen.


Das Anzünden der Räucherkohle:

 

Schnellzünderkohletabletten
Zum Entzünden der Schnellzünderkohletabletten einfach an einer Seite der Kohletablette mit den Fingern oder einer Zange festhalten und am anderen Ende anzünden. Die Kohle beginnt relativ schnell leichte Funken zu sprühen, dies kommt von den Zusätzen für leichteres Entzünden. Lassen Sie das Streichholz oder das Feuerzeug ruhig etwas länger an der Räucherkohle, damit sie richtig anbrennt. Nun diese hochkant in das Räuchergefäß stellen, so dass die gerade angezündete Seite unten ist. ( Es hat sich gezeigt, dass die stehende Position dafür sorgt, dass die Räucherkohle leichter anbrennt und nicht ausgeht, bevor sie richtig durchgeglüht ist.) Ist die Kohle richtig angebrannt, diese mit einer Zange flach hinlegen und die Räucherstoffe darauf legen.

Japanische Räucherkohle
Die japanische Räucherkohle läßt sich am besten entzünden, wenn diese mit der Zange gehalten und dann mit ein wenig Geduld an den Längstkanten oben und unten entzündet wird, so dass diese zu glühen beginnen. Von den langen Kanten der Kohle sollten 4 glühen. Nun  auf ein Räuchergefäß legen, z. B. ein Netzgefäß, so dass die Kohle genügend Frischluft bekommt. Sobald die Kohle richtig glüht, kann geräuchert weden.



Das Räuchern an sich:

Brennt die Kohle einmal und liegt der Räucherstoff darauf, beginnt der schöne Teil des Räucherns. Nun lassen sich in vieler Hinsicht die unterschiedlichen Räucherstoffe erfahren. Zum einen durch ihre Duftentwicklung, aber auch die unterschiedliche Beschaffenheit des Rauches bringt viele Nuancen ins Spiel. Nicht zu vergessen die Freisetzung der in den Räucherstoffen gebundenen Energien (oder Schwingungen) und deren Wechselwirkungen. Diese frei werdende Energien bilden eine wichtige Grundlage der überlieferten Form des Räucherns zur Reinigung, zum Schutz oder anderen Verwendungen.

Lassen Sie sich Zeit und genießen Sie jede Nuance der Räucherung. Glauben Sie mir, die Unterschiede sind wahrlich mannigfaltig und die Wirkung auf uns als Menschen und auf den Raum sehr, sehr vielfältig. Dies ist zumeist während des Räucherns in Stille mit ein wenig Übung durchaus erfahrbar.

Ein wesentlicher Bestandteil des Räucherns mit Kohle ist die starke Rauchentwicklung. Der Rauch als sichtbarer Träger der verglühten Räucherstoffe bringt ja letztendlich die gewünsche Wirkung, wie Reinigung und Transformation. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass sich die Qualitätsunterschiede von Räucherwerk auch an der Art des Rauches ablesen lassen. Hier gilt nicht, viel Rauch bringt viel, sondern sehr gute Qualität bringt viel und außerdem zumeist angenehmeren Rauch.

 

Vorteil des Räucherns mit Kohle:

Der Vorteil des Räucherns mit Kohle ist der, dass wirklich alle Inhaltsstoffe verglüht werden. Dies ist gerade bei Reinigungs- und Schutzräucherungen wichtig. Die größere Rauchentwicklung ist hierbei durchaus erwünscht. 
Durch das vollständige Verglühen aller Inhaltsstoffe kommt es zu mannigfaltigen Wechselspielen der einzelnen Räucherstoffe. Diese Wechselwirkungen, welche das Räuchern erst so vielseitig machen,  wären ohne ein vollständiges Verglühen der Räucherstoffe nicht so ausgeprägt oder nicht vorhanden.

Nachteil des Räucherns mit Kohle:

Es gibt eigentlich nur einen Nachteil bei Räucherungen mit Kohle und das ist der, dass man eben Räucherkohle braucht und diese, zumindest bei Schnellzünderkohle, zu Beginn leicht Funken sprüht. Da dies zu Verunreinigungen rings um das Räuchergefäß führt, empfiehlt sich hier die Verwendung einer Unterlage oder eines Tabletts. Dies ermöglicht zugleich einen leichteren Transport des heißen Räuchergefäßes.

 

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Aktualisiert (Samstag, den 26. November 2016 um 20:45 Uhr)